Über mich

Als ausgebildete Architektin und Krankenschwester nehme ich die Auswirkungen und Chancen der gesellschaftlichen Veränderungen aus unterschiedlichen Perspektiven wahr.

Meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen und Kompetenzen in den Bereichen Architektur (analysieren, beraten, entwerfen, planen, begleiten, sanieren, optimieren etc.) und Pflege (fachpflegerisches Wissen, professioneller Umgang mit Hilfsbedürftigen, Kenntnis von Arbeitsabläufen, Einschätzung Raum- und Personalbedarf etc.) motivieren mich sehr, diese zwei Welten miteinander zu verknüpfen.

Analytisch und strukturierend, kreativ und eigeninitiativ, teamfähig und sorgfältig … meine Fähigkeiten helfen mir in beiden Bereichen.

Für die Vernetzung von räumlichen, sozialen und personellen Konzepten ist meine berufliche Qualifikation immens wertvoll. Mein Anliegen: Raum schaffen für Gemeinschaft.

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Durch die schwarze Brille sehe ich den kontinuierlich ansteigenden Trend in Architektur und Städtebau nach räumlicher und sozialer Nähe. Beispiele hierfür sind zahlreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte, die inzwischen vielerorts eine Alternative zu herkömmlichen standardisierten Wohnmodellen darstellen. Es gilt diese weiterzuentwickeln, gerade in Regionen in denen Veränderungsprozesse langsamer verlaufen. Oder in Regionen, die stärker betroffen sind von Leerstand, zunehmender Verödung der Viertel oder Dorfkerne und der Abnahme der Infrastruktur. Dort sind Innovationen am meisten gefragt.

Durch die weiße Brille sehe ich den zukünftig steigenden Pflege- und Betreuungsbedarf. Professionelle Pflegedienstleistungen von heute brauchen eine Ergänzung durch neue, innovative Angebote. Das urmenschliche Bedürfnis einander zu helfen, die steigende Lebenserwartung sowie die stetig besser werdende Gesundheit sind u.a. Ressourcen für innovative und aktive Pflegestrategien: unterschiedliche Pflegemodelle für unterschiedliche Bedürfnisse, eine Versorgung 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche durch formelle und informelle Pflege. Neue gemeinschaftliche Wohnmodelle können eine aktive Nachbarschaft unterstützen! Hier bin ich ungeduldig: sie sollten schnell auf den Markt, da die Zeit drängt.

Ein weiterer Perspektivenwechsel: Seit 2000 lebe und arbeite ich in den Niederlanden. Beide Länder sind mit vergleichbaren Themen konfrontiert. Der Dialog über die Grenzen hinweg sowie der Austausch der Erfahrungen inspirieren mich immer wieder.

Vita

2014 Gründung AMS Architectuur
mit dem Schwerpunkt „Innovative Wohn- und Lebensformen für die Zukunft“:

  • Stadt- und Dorfumbaumaßnahmen
  • Revitalisierung leer stehender Immobilien in den Stadtquartieren bzw. Ortskerne
  • Integration sozialer Konzepte
  • Innovation in der Pflege
  • Bürgerbeteiligung

2000 Umzug nach Amsterdam

Die berufliche Laufbahn als Architektin begann in Amsterdam. Meine Erfahrung habe ich in diversen Architekturbüros und bei einer Wohnungsbaugesellschaft erlangt. Bei den innerstädtischen Altbausanierungen im Wohnungsbau ist meine Liebe zum Bauen im Bestand entstanden: das Potential und die Herausforderung für Erneuerung im Bestand reizen mich.

1999 Architektur-Diplom in Düsseldorf

1980 Krankenpflege-Diplom in Köln

Mein beruflicher Startschuss: als examinierte Krankenschwester habe ich in Düsseldorf im Florence-Nightingale Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie gearbeitet mit dem Schwerpunkt Psychiatrie, davon einige Jahren in Leitungsfunktion.

„Jeder Mensch ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt.“  Joseph Beuys