Rustenburgerstraat 6

Neubau: Wohnungsbauprojekt in Amsterdam Zuid, De Pijp

Aufgabe
Entwurf und Planung eines Wohnhauses, situiert hinter einem denkmalgeschützten Polderhuis

Konzeption
Das Polderhuis, ein Restant aus der Periode als De Pijp noch zum ländlichen Gebiet gehörte, wurde auf dem ursprünglichen Polderniveau gebaut, d.h. etwa 60 cm unter dem heutigen Straßenniveau. Im Entwurf erhält das Polderhuis wieder sein altes Niveau durch einen niedriger gelegten Vorhof, auf dem auch das Erdgeschoss des Neubaus anschließt.

Vorentwurf
Das Spannende an der Bauaufgabe: Bauen auf minimaler Grundfläche, d.h. das Maximale herausholen! Die Analyse und Volumenstudien ergaben, dass Vorbesprechungen sowohl mit dem Besitzer des Polderhuis sowie mit dem Planungsamt der Stadt Amsterdam nötig waren, um überhaupt nutzbaren Wohnraum planen zu können. Beide Parteien konnten überzeugt werden und kooperierten. So wird der Anbau des Polderhuis schmaler zugunsten der Gebäudetiefe des Neubaus. Das Planungsamt ist bereit den Bebauungsplan zu verändern, bzw. erteilt eine Freistellung zugunsten der Gebäudehöhe.

Entwurf
Der Neubau dient als Kulisse! Die hohe Südfassade bietet die optimale Voraussetzung für eine vertikale Fassadenbegrünung. Das Gebäude erhält eine graublaue Betonfassade und Metallhalter mit Spanndrähten für Kletter- und Hängepflanzen. Die Fassade nimmt sozusagen die ehemalige Polderlandschaft wieder auf. Die Straßenfassade ist mehr oder weniger geschlossen, die Hoffassade wird stattdessen geöffnet. Das neue Wohngebäude bietet im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss eine Maisonettewohnung und drei Wohnungen in den Obergeschossen. Die Dachterrasse wird gemeinschaftlich genutzt. Die Fassade in graublau lässt das Gebäude nach oben weichen und scheint überzugehen in den Himmel.

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Bestand 2001, Polderhuis mit Autowerkstatt

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